Live Formats & Event Production
Ein Raum füllt sich einmal wegen eines Namens. Ein zweites Mal füllt er sich aus einem anderen Grund. Herauszufinden, welcher das ist, hat drei Jahre gedauert, mit Clubnächten, einer Konzertreihe mit offenem Call und einem Podcast mit Leuten, die die Branche tatsächlich betreiben.
Wir haben die Konzepte entwickelt und die Line-ups kuratiert, die Technik verantwortet, Team und Helfer koordiniert, mit den Gästen kommuniziert und vor Ort den Abend geleitet.
Wir haben Künstler mit einer Geschichte gebucht statt Namen, die ohnehin jeder kennt. Ein bekannter Headliner füllt den Raum einmal. Ein Künstler, über den gesprochen wird, ist der Grund, warum er sich wieder füllt. Mehrere Ausgaben verbanden Auftritte mit Workshops, was den Leuten einen Grund gab, früher zu kommen, und etwas, das sie mitnehmen konnten.
Die größere Veränderung betraf die Auswertung. Am Anfang stand die Frage, warum Leute kommen. Nützlicher war am Ende die umgekehrte. Warum würde ich selbst nicht wiederkommen? Die Antworten haben wir eine nach der anderen abgearbeitet. Daraus entstand unter anderem der Schritt, Teile des Programms in den Tag zu verlegen statt alles nach Mitternacht laufen zu lassen, was das Format für Zielgruppen geöffnet hat, die eine Clubnacht nie erreicht.
Wir haben in der Renate, im Humboldthain Club, im Monarch und in der Remise in Berlin veranstaltet. Unter dem Label BM1 reiste das Format auch international, unter anderem nach Irland und Rumänien, wo lokale Partner dazukamen.
YV2 startete 2025 in Berlin als Hip-Hop-Konzertreihe rund um eine Y2K-Ästhetik. Künstler konnten sich bewerben, um eigenes Material zu spielen, wodurch aus dem Line-up ein offenes Format wurde statt eines geschlossenen Bookings. Gizeh und Becks kamen bei einzelnen Ausgaben als Partner dazu.
BM1 entstand Anfang 2024 und verband einen Podcast über die elektronische Musikindustrie mit Live-Events in Deutschland und im Ausland. Zu Gast waren unter anderem Mika Heggemann, Andreas Henneberg und Niotech.
Knapp 20 Events zwischen 2023 und 2025, produziert oder ko-produziert, in Berlin und international. Der offene Call von YV2 brachte im ersten Jahr über 50 Bewerbungen. Der Podcast kam auf sieben Folgen.
